Den zweiten Tag haben sie auf dem Übungsgelände Hofen verbracht. Dort haben sie im Brandhaus verschiedene Brandszenarien angetroffen und mussten diese bewältigen. «Jetzt wird es richtig heiss!», meinte Patrik, als sie am Nachmittag das Bekämpfen von Kellerbränden trainierten. Die grosse Herausforderung bei Feuer im Keller, dass man die Hitze und den Wasserdampf nicht einfach aus dem Gebäude bringt. Denn im Keller befinden sich normalerweise keine Fenster, die die Einsatzkräfte öffnen könnten, um Abluftöffnungen zu schaffen.

 

Gut gestärkt ging es in den dritten Tag. Yannick, einer der Teilnehmer, hat im Rahmen seiner Lektion über Super-Foods ein ausgiebiges Frühstück organisiert. Das ist auch nötig gewesen. Denn schon bald ist die nächste Einsatzmeldung eingetroffen: Personenrettung im Eichweiher. Aufgrund der tiefen Temperaturen hat der Einsatzleiter der Übung entschieden, das Material für die Eisrettung mitzunehmen. Dieses haben sie am Einsatzort auch benötigt. Mühsam und mit vereinten Kräften haben sie die verunglückte Person aus dem eisigen Wasser gerettet und ins Warme gebracht.

Danach hat es einen Einsatz in einer Tiefgarage gegeben, weil jemand einen komischen Geruch festgestellt hat. Am Nachmittag haben die Appenzeller Bahnen die Auszubildenden über den Umgang mit Strassenbahnen informiert.

 

Am Vormittag des letzten Tages haben Patrik und Michael eine grosse Chemiewehr-Übung organisiert. Nachdem Mittagessen haben die angehenden Berufsfeuerwehrmänner die Einsatzmeldung: Personenrettung erhalten. Am Einsatzort haben sie eine Person entdeckt, die sich in sehr unwegsamem Gelände verletzt hat. Mittels Hubretter und Korbschleiftrage ist sie gerettet worden. Zum Abschluss der Ausbildungstage haben die Einsatzkräfte eine unter einem Fahrzeug eingeklemmte Person angetroffen. Mit einem Hebekissen konnte der Verunfallte geborgen werden.

Und so geht eine spannende und lehrreiche Woche zu Ende. Die Ziele dieser Ausbildungstage sind erreicht worden. Im Theoriesaal lassen die Übungsleiter die Woche noch einmal Revue passieren.  Das Highlight der Woche war für Patrik die stets verwunderten Gesichter der Auszubildenden, wenn sie eine Einsatzmeldung erhalten hatten. So ist es aber auch im Ernstfall, meint er: «Man weiss nie was auf einen zukommt und muss trotzdem sehr schnell reagieren können.»

Dennis, einer der angehenden Berufsfeuerwehrmänner, hat die ganze Woche sehr gefallen: «Es war einmal mehr super organisiert, sehr abwechslungsreich. Einfach geil!»

Patrik und Michael bedanken sich bei den Teilnehmern für die hohe Motivation und die starke Teamarbeit. Sie sprechen ihren Dank auch der Leitung der Berufsfeuerwehr St.Gallen aus, dass sie diese Woche ermöglicht haben. Die Stimmung im Theoriesaal ist fast etwas gedrückt. Keiner möchte, dass die Woche zu Ende geht, so viel Spass haben die Übungen gemacht.


FWZSSG Aktuelles - Ausbildungswoche 2021 (27.01.2021 14:53)